LANG : Der verschwundene Hochzeiter [PRESS]

PRESS REVIEW: big success last month for the first opera premiere in Bayreuth since Parsifal (for real!),
a pure jewel by Klaus Lang staged by Paul Esterhazy,
Der Verschwundene Hochzeiter (The Lost Groom).
   

Neue Musikzeitung

Im Zusammenspiel mit Paul Esterhazys Szene gemahnen die redundanten Szenenabläufe an die frühen Arbeiten von Bob Wilson mit ihrer penetranten Wiederkehr immer gleicher Bewegungsabläufe – allerdings unter Verwendung einer anderen Art von Minimal Music. Klaus Langs deutlich strukturierter Klangteppich, mit dem Zitat einer Sarabande aus dem späten 17. Jahrhundert als Tanz, evoziert durch das kompositorische Copy and Paste-Verfahren für handlungsgemäß identische Blöcke auch Momente von Langeweile.
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LEIPZIGER ZEITUNG

Der alte Kinosaal besticht durch ein gewölbtes Dach und hölzerne Wandverkleidungen. Musiziert wird im Parkett an den Seiten und im Rang. Der Soundteppich, den das Ictus-Ensemble, der Chor Cantando Admont, Bass Alexander Kiechle (Hochzeiter) und Countertenor Terry Wey (Fremder) nach elektronisch vorgegebenem Takt produzieren, klingt in diesem Setting zum einen intim wie in einem Wohnzimmerkonzert, zum anderen raumeinnehmend wie in einer Kirche.
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Oberbayerische Volksblatt

Klaus Lang, Regisseur Paul Esterhazy, Video-Künstler Friedrich Zorn, die im Raum verteilten Choristen von Cantando Admont und Musiker des Ictus Ensembles glückt dabei Großartiges. Man muss sich einhören, einfühlen, einsehen in diesen endlos scheinenden Bildklangfluss. Doch irgendwann wird man willig mitgetragen und staunt. Über die Urlaute, das Schimmern und Schillern, die Textbruchstücke, die Tonpartikel, über die feingeistige Strukturarbeit und die große Sinnlichkeit. Besonders aber über die Video-Überblendungen, die Wahn und Wirklichkeit verblüffend bis beunruhigend verschwimmen lassen
   

Süddeutsche Zeitung

Lang macht daraus ein Vexierspiel der Identität, liest selbst zu Beginn mit weich alpenländisch singender Stimme die Legende vor; die liegt also subkutan unter den folgenden 90 Minuten, mithin kann Lang auf situative Konkretisierung verzichten. Mit feinsten Verästelungen malt er Klang in zarten Schichten, helltönend, irisierend, die Musiker des Ictus Ensembles und der Chor Cantando Admont verteilen mit bewundernswerter Präzision und hoher Schönheit den Klang im Raum.
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Deutschlandfunk

Die Musiker vom Ictus Ensemble aus Belgien, spezialisiert auf Neue Musik, und der Chor Cantando Admont aus Österreich spielen und singen das sehr intensiv, energetisch, mit riesigen Bögen, wie auch die beiden Gesangssolisten, der Bass Alexander Kiechle und der Countertenor Terry Wey.
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Nordbayerischer-Kurier

Höchsten Respekt nötigt das hohe Niveau der musikalischen Umsetzung ab. Die Chorsänger und Instrumentalisten – auch eine breite Batterie von Kuhglocken kam wirkungsvoll zum Einsatz – waren seitlich der Zuschauerreihen positioniert. Einen Dirigenten gab es nicht. Die Koordination erfolgte mit Hilfe von Monitoren, die im hinteren Bereich des Saals angebracht waren.

DER TAGESSPIEGLE

Lang will das Verstreichen der Zeit erlebbar machen, einen Klangraum erschaffen, in dem sich das Publikum hörend bewegt, losgelöst von den üblichen Parametern des Alltagslebens. Ein steter Strom der Töne ergießt sich aus den Instrumenten wie den Sängerkehlen, ein Pulsieren und Flirren, zart und sinnlich, zugleich aber auch abstrakt.
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